Projekte

Wörter verbinden Welten

 

Von den Rittern bis zu den Gebrüdern Grimm

Eine kreativ-künstlerische Zeitreise von den Anfängen bis zur Gegenwart unserer Heimatstadt Haldensleben

Ltg.:Gundula Ihlefeld

 

Wörter sollen Welten verbinden. Das Projekt arbeitet im Bereich der sprachlichen Förderung. Die Vorgehensweise erfolgt in den vier Teilzielkomplexen, dem Lesen, Schreiben, Hören und Sprechen von deutschen Texten. Dabei wird partizipativ sowohl mit ausländischen, einheimischen, sozial-schwachen und gut situierten Kindern unter Einbeziehung der Elternhäuser gearbeitet. Zielgruppe sind Kinder im Alter von 8 bis 11 Jahren.

 

 

Die Arbeit erfolgt entsprechend der Prämisse: „Alle Menschen sind gleich und haben ein Recht auf Förderung!“

Vor dem Hintergrund der ersten urkundlichen Erwähnung Haldenslebens im Jahre 966 sollen sich die Kinder mit der Geschichte des Mittelalters auseinandersetzen. Diese Zeit werden sie mit allen Sinnen begreifen. Das heißt durch Besuche mittelalterlicher Gegenden der Stadt die Altertümlichkeit spüren, durch Kochen mittelalterlicher Gerichte diese Zeit „schmecken“, mittelalterliche Musik und Texte hören. Sodann sollen sie ihre Gefühle Gedanken und Erlebnisse in Form von selbst geschriebenen Erzählungen, Sagen, Geschichten zu Papier bringen. .

Im Folgenden reisen wir weiter in die Moderne und treffen auf die Gebrüder Grimm, deren Enkelin, Albertine Plock, in unserer Stadt gewohnt hat. Den Nachlass der Gebrüder Grimm verwaltet unser Museum, damit werden wir uns eingehend befassen. Vergleichend sollen aus den jeweiligen Heimatländern der teilnehmenden Kinder Märchenstunden von Eltern durchgeführt werden. Die Kinder verfassen selbstständig „neue Märchen“, inspiriert von dem Gelesenen und Gehörten. Auch diese Texte finden Eingang in unserem Buch. „Von Rittern bis zu den Gebrüdern Grimm“.

Höhepunkt bilden Märchenaufführungen auf der Grundlage des Kamishibai-Erzähltheaters. Die Bilder dazu fertigen die Kinder in Zusammenarbeit mit Eltern und ehrenamtlichen Helfern. Begleitet werden die Aufführungen von Musik. Die Liedtexte werden im Projekt entstehen.

 

 

Das Projekt dient der Integration von Kindern im Alter von 8 bis 11 Jahren mit Migrationshintergrund. Zielsetzung ist die Kompetenzförderung im sprachlichen Bereich. Somit sollen die Zukunftschancen der neuen jungen Stadtbewohner gefördert werden.

Einheimische Familien mit ihren Kindern lernen Sichtweisen und Anliegen der Migranten kennen, respektieren und tolerieren. Auf der Grundlage des Austausches und vor dem Hintergrund der „neuen Heimatstadt“ tragen Kinder neues Gedankengut in die Familien und fungieren so als Multiplikatoren. Die Kinder erlangen auf möglichst vielen Sinnebenen Wissen über die Heimatstadt Haldensleben. Sie wenden dieses in geschriebenen Texten und einem Erzähltheater an und präsentieren es der Öffentlichkeit. So wird Neues mit Bekanntem verglichen und Parallelen gezogen.

Auch die Einbindung möglichst vieler sozial-schwacher Kinder steht im Focus, für sie ist das Heranführen an das geschriebene Wort eine Herausforderung. An dessen Ende eine Kompetenz- und Selbstbewusstseinsförderung stehen soll.

 

Herbst im Harz

19.09.2015

Ltg.:Ellen Schauerhammer und Günter Hartmann

 

Der Workshop wirkt über das ganze Jahr auf die bildnerische- literarische Entwicklung der einzelnen Teilnehmer und hat außerdem auch eine soziale Komponente, die nicht unterschätzt werden darf. Ausgegrenzte Menschen begegnen einander, öffnen sich füreinander und bleiben einander verbunden. Das hilft ihnen ganz besonders in Krisenzeiten und ermöglicht auch anderen, sie zu verstehen.

Fragen nach den Wurzeln, nach dem Werden, dem Tun sind starke Antriebe für künstlerische Arbeit. Sie ist bunt und eigenwillig. Sie macht unverwechselbar, bewahrt Geschichte und Geschichten auf, gibt Auskunft über Menschen, die mit uns leben und sich mit den gesellschaftlichen Prozessen in ihrem Alltag auseinandersetzen. Über Benachteiligung und Überwindung von Hindernissen, über Glücksanspruch und Lebensfreude. Es geht um Integrität, um Toleranz, um Verantwortung.