Forum, Kritik,Diskussion Teil 2

Stefanie Obieglo

Liebe Thea,

ich bin erstaunt, wie gut doch die neue Idee angenommen wurde.

 

Ich bin nicht ganz so schnell, habe aber mit Freude den Text von Samira gelesen.

Ich finde ihn sehr identisch und hat mich amüsiert. Wie vielen Kindern mag es wohl so gehen, wenn sie "vorgeführt" werden.  Opa typisch - Männer fragen nicht, die fahren x mal um denselben Block.

Textarbeit ist in Kleinigkeiten noch zu machen wo gestrafft werden kann und Aussagen so verkürzt werden, dass sie immer noch verständlich sind, aber den Leser auch zwischen den Zeilen herausfordern. Gut gemacht Samira! WEITER SO!

 

Zu Christa Beau möchte ich sagen: Wege


Da stört mich dieses muss man,

schöner fände ich, die ich gehe und dann den Rest darauf auszurichten, eben auf dieses ICH.

Träume in den Himmel weben passt dann, wenn das ganze Vorfeld darauf ausgerichtet ist.

 

Textarbeit beim Ostereinkauf 2010 - an meinen Händen trage ich Handschuhe - wo sonst?

Schön finde ich dieses typische - darf mich nicht ins Gesicht fassen und genau da- Nase juckt.

Ich gehöre zur Risikogruppe reicht- ohne weitere Erklärungen.

 

Alles was an Erklärungen zu Corona im Text ist, ist bekannt. Hier wäre das persönliche stärker zu betonen, meine ich.

Text kann in vielen Passagen gekürzt werden, weil sich Aussagen doppeln.

(z.B. Ich bin in der Kaufhalle, will meinen Ostereinkauf erledigen)

Auch den Schluss würde ich anders fassen, nicht die direkte Belehrung der jungen Frau mit dem Vorlesen des Textes, Hinweis kann anders gestaltet werden.

Inhaltlich gehe ich mit dem Text mit, weil Corona schon eine Ausnahmesituation ist, gern aber kürzer und nicht belehrend

Für mich ist die vormals hektische überschleunigte Zeit über Nacht eine Zeit der Stille und Achtsamkeit geworden.

 

DANKE für diese Textidee liebe Christa Beau!

 

Anne Winkel-Schmelz wünsche ich, dass es so bleibt! Sie weiter lacht, spricht und schreibt!!!!

Und das Wort zuständig in ihrem Text streicht, aber sonst schöne Idee - das Zwiegespräch mit dem Kalender

 

 

Liebe Sigrid, eine Statistikerin erzählt:

 

Es ist auch das, woran ich kranke - dichten mit Bildern,

neue Erkenntnisse oder Zusammenhänge vermitteln.

Das macht das Gedicht leider nicht.

Es ist verdammt schwer, Literatur zu machen und wirklich gute Gedichte zu schreiben!

 

 

 

Lieber Klaus D.

 

Dein Text ist in gewohnter nüchterner Klaus D.-Manie geschrieben. So habe ich Schwierigkeiten mit dem Angang, der auf mich wirkt wie ein Zeitungsbericht, aber! Die Geladenen zum Sommerfest an ihrer Kreativität in der Krise festzumachen, ist sehr lesenswert und eine gute Idee zu beschreiben, was man aus einer Situation machen kann, statt den Kopf in den Sand zu stecken!!

Sicher ist noch an dem einen oder anderen Wort oder Satz zu feilen. Füllwörter sind auf jeden Fall noch zu streichen.....

 

 

Mehr dann später! Ich habe noch nicht alle Texte durchgelesen.

 

Vielleicht ist ja doch die eine oder andere Idee von mir aufgreifbar, um die Texte noch lesenswerter und spannender zu machen.

 

 

Mit bleiben Grüßen an ALLE

 

Herzlich eure Steffi

Christa Beau


Ich würde mich freuen, wenn sich jemand entschließen könnte, zu meinem Märchen "Dodel"eine Kritik zu schreiben.

Die Einschätzung bzw. Ratschläge von Stefanie zu meinem "Ostereinkauf 2020" habe ich gern gelesen und auch einiges verändert. Doch nicht in allen Details stimme ich ihr zu.

Petra Taubert


Zu Ralf Margrafs Bauer- Pferd- Geschichten:

eine Arbeit, die in der Hallenser Pelikan-Schreibrunde in meiner Wohnung für Lacher sorgte, wegen der Folge der Gier im ersten Teil.

Ausbaufähig vielleicht... Der Autor selbst las am (bis es weiter gehen kann) letzten Schreibrundentag 2020 im Februar, (März und April - Runden fielen schon aus) eine spontan leicht geänderte Version. Die konnte so schnell von mir nicht mitgeschrieben werden. Ich helfe manchmal beim Tippen, weil selbst das aufgrund von Ralfs Einschränkungen schwer ist für ihn, längere Texte mit durch PNP geschädigten Händen einzutippen. 

 

Zu Samiras Reise nach Niegripp

 

Ehrliche Gedanken zu einem Besuch und amüsant, wie eine einfache Besuchsfahrt fast eine Irrfahrt wird. Klar, dass diese Fahrt auf das Kind spannender wirkt als der Besuch. So kann eine kurze Reise auch ausgedehnt werden und für Spannung sorgen.

 

Zu Steffi Obieglos Scharfer Ecke/ Entwurf

 

Aufgrund der beschriebenen emotionalen Bezüge dazu und weil ich mich erinnerte, dass Walter Iser beim Spaziergang vor der Eröffnung des Bücherfrühlings in Burg im vergangenen Jahr von der Scharfen Ecke erzählte, schaute ich noch einmal nach, vielleicht könnte ein Teil der Fakten zur Scharfen Ecke mit der langen Tradition eingearbeitet werden. Ein Neubau ersetzt sicher historisch gewachsenes nicht, wenn es nicht wieder ein Ort der Begegnung wird. Die Sätze von "Ich wollte nie nach Burg" bis "Ich bin geblieben".... könnten mit etlichen Sätzen dazwischen eine eigene Geschichte werden.

Der Neubau der "Scharfen Ecke" müsste vielleicht beschrieben werden, da der Leser nicht unbedingt weiß, wie es aussieht. Ich finde auch, dass es den Charakter des Vorgänger- Fachwerk- Hauses nicht trifft, wie der Neubau gestaltet wurde... Soweit es zu sehen war im Artikel. Die Emotionen sollten unbedingt Bestandteil bleiben. Es geht auch um ein Stück Identität, wenn solche wichtigen Bezugspunkte dem Verfall preisgegeben und weg gerissen werden.

 

 

Zu Waltraud Eichmanns Nordpark

Frühlingsgedicht:

 

In der ersten Zeile fehlt ein Buchstabe

Ich schaue hier in und dort hin

Es soll bestimmt hier hin heißen...

 

Ein gute Laune Gedicht, das

Freude an der Natur und

einfachen Dingen spiegelt

und kein Wort über das C. Virus enthält,

mal sehr entspannend.

Der Reim ist unterschiedlich,

Vielleicht wäre es ohne noch eindringlicher,

wenn noch weitere Beobachtungen dazu kommen. Dann müsste nicht der Gedankenfluss der Suche nach passenden Reimwörtern untergeordnet werden. 

 

Zu Christa Beaus Wege und Bemerkungen zu ihrer Einkaufsgeschichte

 

Über das Wege gehen müssen bin ich auch gestolpert. Vielleicht eher

Wege finden und gehen..

Gehen müssen klingt sehr nach Druck

und stimmt auch nicht immer.

 

In der Einkaufsgeschichte kann ich das mit dem Kitzeln gut nachvollziehen. Gerade dann, wenn es nicht passt, drängelt es sich auf.

Mir ging es auch manchmal so.

Ich würde die Fakten zum Virus selbst kürzen, mehr eigene Befindlichkeit, was weitest gehend der Fall ist.

Vielleicht reicht es am Schluss auch, das Verhalten der Kundin zu beschreiben und du zeigst auf das Schild oder noch besser, die Kundin bemerkt es selbst und winkt ab oder überdenkt ihr Verhalten so als Idee, dann wäre der Zeigefinger raus.

 

Musik gegen Corona

Den gewidmeten Text finde ich in sich stimmig und stimmungsvoll. Ich sehe das ganze vor mir und höre die Musik. Nur die Überschrift grätscht rein. Gegen die Krankheit hilft es ja sicher nicht, es dient auch eher der Ablenkung davon.

 

Veras Geschichte wirkt eher wie eine flüchtige Skizze, die Corona - Nachrichten- Überforderung spiegelt..Wahnsinnig machen lassen sollte sich niemand von irgend welchen Zahlen, weil die keiner kennt. Es wirkt nicht wie ein vollendeter Gedankengang, eher wie eine Idee.

 

Zu Annegret Winkel- Schmelz Schotten dicht

 

Der Spruch in (Anlehnung an W. Busch) mit eigener Variante könnte die Einleitung sein zu einer Geschichte oder einem Gedicht, wie auch immer über die Erkrankung, Ängste diesbezüglich sein...

Es stand ursprünglich beim besonderen Foto, könnte dazu passen, doch ohne das Foto ist zu wenig Informationen...

Das gesund werden kommt vielleicht auch nicht immer nur vom Doc, z. B. auch vom Hören der Signale des eigenen Körpers.

Geht es um eine körperliche oder seelische Erkrankung? Es könnte ein Einstieg sein oder eine Notiz..um die Erleichterung fest zu halten.

 

Erst einmal finde ich die Idee des Gespräches mit einem Kalender witzig und als Start sehr anregend, wenn dann mit den Figuren gespielt wird.

Wo doch die meisten Termine ausgesetzt sind und der so Beschriebene sich wirklich komisch fühlen muss, wenn lange Zeit nichts so statt findet wie geplant. Ein Dilemma für einen Terminkalender.

Den Sprung zurück verstehe ich nicht ganz und was der Erfolg der Autorin mit der Schizophrenie mit dem eigenen Impuls für ein Projekt zu tun hat. Dann müsste der Kalender ja auch ein Tagebuch sein, in dem solche Befindlichkeiten mit fest gehalten wurden. Es soll doch aber, so verstehe ich das, ein Terminkalender sein. Auf alle Fälle ein Geschichtenanfang, mit dem sich gut sprachspielen ließe, wenn die Gedanken nicht in eine bestimmte Richtung gezwungen werden. Das mit dem Projekt einzuarbeiten finde ich eine tolle Idee, zusammen mit einem Blick auf bestimmte Daten könnten Lesungen, virtuelle Zusammenkünfte usw. geplant werden.

 

Zu Mechthild Börners Zwei Könige

 

Ich fand die Ausgangsidee erstmal auch eine, mit der sich gut arbeiten lässt. Ich finde nicht unbedingt, dass es unbedingt noch mehrerer Figuren bedarf. Die meisten Geschichten von Mechthild ließen sich hier kaum platzieren, weil sie so lang sind.

Ich sehe hinter dumm und klug hier nicht unbedingt die Intelligenz, die sich mit Zahlen und Tests messen lässt, sondern eher so eine Art emotionale Intelligenz, zu der dann bei dumm wiederum auch gerissen passen würde, da es hier nicht um den Bildungsstand geht nach meinem Verständnis/ Hintergrund.

Märchen werden manchmal ohne Dialoge erzählt, das ist nicht unbedingt der Punkt. Mir fehlen jedoch auch konkrete Entscheidungen oder Verhaltensweisen, welche die jeweiligen Zuschreibungen untermauern oder hinreichend nachvollziehbar für den Leser machen.

 

Klaus D. Vogt wagt einen Blick in die Zukunft... Sommerfest 2021... Auf mich wirkt es zu schön um wahr zu sein. Es sind auch ganz schön viele Gäste. Sicher könnten deren Geschichten/ Emotionen weiter ausgeführt werden oder man lässt sie auf dem Fest mit Reden, Dialogen zu Wort kommen. Ein nachdenkenswerter Ansatz. Wo sind die Künstler in der Geschichte bei einem Fest im Ort?

 

Auch ich habe noch nicht geschafft, alle Texte zu lesen und werde später noch weitere Empfindungen, Ideen, Hinweise zu Texten aufschreiben. Ich finde es auch toll, dass dieses von Thea eingerichtete Diskussionsforum so gut angenommen und sowohl mit Texten sowie den Ansichten und Hinweisen dazu lebendig wird wie in unseren Schreibrunden außerhalb des virtuellen Raums. Hier kommen viele aus den Schreibrunden in unterschiedlichen Orten zusammen. Ich danke Thea auch und allen die sich beteiligen für unseren virtuell recht aktiven Pelikan e.V. unter den derzeitigen Bedingungen, die unsere Begegnung vorerst nur auf diese Weise  gestatten. Schön, wenn wir uns trotzdem finden und austauschen.