Altstadtlesenacht 2022

Altstadtlesenacht 21. Juli 2022 im Bibliotheksgarten der Brigitte Reimann Bibliothek in Burg

Im ersten Teil der Altstadtlesenacht war die Premiere von Günters Aphorismenbuch "Die Zuckerbrotpeitsche". Gemeinsam mit Antje Reinhold stellte Günter seine witzigen und bissigen Texte aus seinem jüngsten Werk vor. Er erntete Lachen, nachdenkliche Gesichter und Beifall.

Im zweiten Teil der Veranstaltung lasen mehrere Autoren aus ihren Manuskripten zum Thema "Grenzerfahrung". Unter diesem Arbeitstitel wurden viele Texte eingereicht, von denen ausgewählte Arbeiten in einer Anthologie zu Ehren Brigitte Reimanns im nächsten Jahr anlässlich ihres 90. Geburtstages und 50. Todestages veröffentlicht werden sollen.

Samira Bäger stellte zwei Texte vor. In der ersten ging es um ein sich heiter auflösendes Missverständnis. Die zweite Geschichte ließ Chinchillas lebendig werden und spiegelte Trauer um diese Kleinen.

Klaus D. Vogt nahm uns in seinem Text mit auf eine Reise in die Sowjetunion vor der Wende. Darin drückte er sein Bedauern über die Sprachbarrieren aus, die verhinderten, einheimische Jungen zu verstehen.

Roland Stauff erheiterte viele Zuhörer mit seinem von Paul beobachteten Geschnatter der gefiederten Hof-Bewohner und ihrer Bemerkungen untereinander.

Gabi Höckendorf fesselte die Gäste der Altstadtlese mit ihrem Soft - Krimi der Schilderung des Zugriffes auf Gesetzesbrecher durch eine Seals- Spezialeinheit. Sie ist jüngstes ( Zeitpunkt des Mitwirkens im Burger Autorenkreis gemeint) Mitglied der Burger Schreibrunde.

Steffi Obieglo moderierte den abwechslungsreichen literarischen Abend, der von den Saitenspinnern musikalisch begleitet wurde. Die Sängerin des auf dem Plakat zur Lesung angekündigten Duos war erkrankt und hatte abgesagt.

Nach der Pause mit Begegnungen der Gäste untereinander las Steffanie Obieglo als erste einen Text über Grenzerfahrungen in Israel während einer Reise zur Pflege der Städtepartenrschaft mit einem Ort in dieser Region.

Samuel Winkler las Naturbeobachtungen vor. Ein Teil der Texte entstand durch Eindrücke bei seiner Ausbildung zum Piloten. Die Form seiner Texte bewegte sich zwischen Prosa und Lyrik.

Petra Taubert rappte gegen die Angst im ersten Text, freute sich über Gesangsübungen, sprach sich und den Zuhörern Mut zu im Text, der Zuversicht ausdrückte.

Lutz Sehmiisch schilderte

in seinem Text Gedanken und Gefühle bei der Einreise in ein lateinamerikanisches Land, die teils die Beklemmung, zum Schluss die Erleichterung spüren ließen, die er am Flughafen durchlebte..

Antje Reinhold schloss mit ihren Gedanken den anregenden Leseabend bei wundervollem Wetter (nicht zu warm und nicht zu kalt) ab, nachdem sie im ersten Teil der Altstadtlesenacht Günter so toll bei der Präsentation seines Buches  "Die Zuckerbrotpeitsche" begleitet hatte.

Abschließend bat Steffi Obieglo die mitwirkenden Autoren nach vorn und übergab jedem eine Rose. Auch die drei Männer der Saitenspinner erhielten Blumen für ihre musikalischen Beiträge mit deutschen und englischen Texten. Ebenso wurden Bibliotheksmitarbeiter sowie die fürs kulinarische Wohl sorgenden Wirte bedacht.




Fotos der Mitwirkenden der Altstadtlesenacht: Rolf Winkler





Fotos der Saitenspinner: Petra Taubert